UNDOK feiert das fünfjährige Bestehen der Anlaufstelle für undokumentiert Arbeitende! Anlässlich dieses Geburtstags laden wir herzlich zu unseren Feierlichkeiten am Montag, 21. Oktober 2019 im ÖGB-Catamaran ein.
 
Auf dem Programm stehen u. a. ein Workshop zu Beratung und undokumentierter Arbeit, eine Gesprächsrunde mit UNDOK-Aktivist*innen und -Mitarbeiter*innen sowie die Präsentation der Neuauflage der Rechtsbroschüre “Arbeit ohne Papiere … aber nicht ohne Rechte!”.
 
Torte und Sekt stehen bereit – let’s organize, let’s celebrate!
 

5 Jahre UNDOK-Anlaufstelle

Arbeit ohne Papiere … aber nicht ohne Rechte!

Montag, 21. Oktober 2019
Workshop ab 16.00 Uhr, Feier ab 19.00 Uhr
ÖGB-Catamaran, 1020 Wien, Johann-Böhm-Platz 1

Programm

16.00–18.30 Uhr
Workshop „Undokumentierte Arbeit als Herausforderung“
Möglichkeiten der Beratung/Unterstützung undokumentiert Arbeitender durch Einrichtungen in der Sozialen Arbeit
mit Karin Jović und Markus Griesser (UNDOK-Verband)

Raum: Sitzungssaal der Gewerkschaft Bau-Holz, 3. Stock

ab 19.00 Uhr
Feier „Let’s organize! Let’s celebrate!“
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Die Diskussionsveranstaltung von UNDOK und sezonieri zur Kampagnen-Arbeit deutscher und österreichischer Gewerkschaften in der migrantischen Erntearbeit zusammengefasst.

“Der Mindestlohn wird am Feld nicht eingehalten, wir sehen Lohnbetrug durch nicht bezahlte Stunden, unzulässige Überstunden, und es wird zu viel Geld abgezogen für Unterkunft und Verpflegung”, skizzieren Katharina Varelmann  vom PECO-Institut für nachhaltige Entwicklung in Berlin und Sarah Kuschel von der Industriegewerkschaft IG BAU in Frankfurt die Arbeitsbedingungen von Erntearbeiter*innen in Deutschland. Kuschel und Varelmann sind Teil einer Kampagne, die darauf abzielt, im Rahmen von Feldaktionen die Isolation der Erntearbeiter*innen aufzubrechen, Unterstützungsstrukturen anzubieten und Wissen zu vermitteln.

Gesprächsrunde “Neue Wege ins Feld” im Stand 129 am Viktor-Adler-Markt

Auch in Österreich ist das Format Feldaktion nicht neu: Schon seit einigen Jahren fahren Aktivist*innen zusammen mit Gewerkschafter*innen auf Felder, um die vorwiegend migrantischen Arbeiter*innen über ihre Rechte zu informieren und sie bei deren Durchsetzung und bei Organisationsprozessen zu unterstützen. Die sezonieri-Kampagne für die Rechte von Erntearbeiter*innen, eine Kooperation von Aktivist*innen, NGOs wie UNDOK und der Produktionsgewerkschaft PRO-GE, bewegt sich damit in gewerkschaftlichem Neuland. In Deutschland ist es gelungen, Akteur*innen und Aktivitäten zu einer Kampagne und Aktionswoche zu bündeln. Katharina Varelmann und Sarah Kuschel haben mit sezonieri-Aktivistin Cordula Fötsch die Erfahrungen aus ihren Kampagnen diskutiert. Käthe Knittler vom UNDOK-Verband hat die Veranstaltung “Neue Wege ins Feld” im Stand 129 am Wiener Viktor-Adler-Markt moderiert.

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Arbeiten ohne Papiere: Info-Postkarten in verschiedenen Sprachen

Arbeiten ohne Papiere: Info-Postkarten in verschiedenen Sprachen

Du arbeitest ohne Aufenthalts- oder Arbeitspapiere? Dein/e Arbeitgeber/in hat dir den vereinbarten Lohn nicht gezahlt? Du musst mehr als 12 Stunden täglich arbeiten?

Die UNDOK-Beratung kommt in die Brunnenpassage und informiert dich über deine Rechte! Wir unterstützen dich dabei, deine arbeits- und sozialrechtlichen Ansprüche einzufordern und durchzusetzen. Und auch, wenn du dich mit deinen Kolleg/innen organisieren möchtest.

Wann: 10. September 2019, 15 bis 17 Uhr
Wo: Brunnenpassage 71/Yppenplatz, 1160 Wien

ÇALIŞMA VE OTURUM İZNİN OLMADAN CALIŞSAN DA… HAKLARIN VAR!

AKO NEMAŠ RADNU DOZVOLU… NE ZNAČI DA NEMAŠ PRAVA!

MAFÊ TE HEYE… HEGER MAFÊ TE YÊ LIVIR MAYINÊ Û XEBATE TUNE BE JÎ!

SHAQADA OGOLAANSHIYO LA AAN…. LAAKIN AAN AHAYN XUQUUUQ LA AAN!

العمل بدون أوراق
……ولكن ليس بدون حقوق!

Eine Diskussion zur Kampagnen-Arbeit deutscher und österreichischer Gewerkschaften in der migrantischen Erntearbeit

Flyer Neue Wege ins Feld

Flyer Neue Wege ins Feld

Mit der sezonieri-Kampagne für die Rechte von Erntehelferinnen betritt die österreichische Gewerkschaftsbewegung seit einigen Jahren Neuland. Im Rahmen von “Feldaktionen” etwa fahren Aktivistinnen zusammen mit Gewerkschafterinnen der Produktionsgewerkschaft PRO-GE auf die Felder und Äcker des Tiroler Inntals oder des burgenländischen Seewinkels, um die vorwiegend migrantischen Arbeiterinnen über ihre Rechte zu informieren und sie bei deren Durchsetzung zu unterstützen.

Auch in Deutschland arbeiten die Industriegewerkschaft IG BAU zusammen mit dem PECO-Institut für nachhaltige Entwicklung und anderen Akteurinnen mit vergleichbaren Ansätzen. Dabei machen sie mit bundesweiten Aktionen auf die Zustände in der Landwirtschaft aufmerksam, bringen gezielt Informationen zu den Erntearbeiterinnen und befördern so gewerkschaftliche Organisierungsprozesse.

Doch wie funktioniert das Format “Feldaktion” in Deutschland und wie die Zusammenarbeit zwischen den involvierten Akteurinnen? Inwiefern gelingt es, Erntearbeiterinnen zu erreichen und nachhaltige Vertrauensbeziehungen aufzubauen? Welche Erfolge etwa im Sinne von Arbeitskämpfen konnten erzielt werden? Und wo liegen die zentralen Hürden und Herausforderungen? Um diese und ähnliche Fragen geht es an diesem Abend.

Mit:
Katharina Varelmann (PECO-Institut für nachhaltige Entwicklung e.V., Berlin)
Sarah Kuschel (Fachreferentin für Forst und Agrar der IG BAU, Frankfurt)
Cordula Fötsch, sezonieri-Kampagne
Moderation: Käthe Knittler, UNDOK-Verband

Wann: 28. August 2019, 18 Uhr
Wo: Stand 129, Viktor Adler Markt, 1100 Wien

Eine Veranstaltung des UNDOK-Verbands zur gewerkschaftlichen Unterstützung undokumentiert Arbeitender und der sezonieri-Kampagne für die Rechte der Erntehelfer*innen in Österreich.

Anschließend Plauderei, Snacks und Drinks mit migrating kitchen/BOEM*.

Auch dieses Jahr gibt es wieder kostenlose Workshops von UNDOK für potenziell undokumentiert Arbeitende und für Multiplikator*innen:

„Arbeiten ohne Papiere… aber nicht ohne Rechte!“
▪ Zu wenig oder keinen Lohn erhalten? – Du kannst ihn einklagen.
▪ Arbeitsunfall oder krank? – Du hast Recht auf medizinische Versorgung und Lohnfortzahlung.
▪ Keinen Urlaub? – Du kannst ihn einfordern.

Kärtchen mit "Arbeit ohne Papiere... ... aber nicht ohne Rechte" in verschiedenen Sprachen

Die UNDOK-Workshops für undokumentiert Arbeitende und Multiplikator*innen

In den Workshops werden die wichtigsten Schritte erklärt, um die eigenen Ansprüche geltend zu machen. Denn das Wissen über die eigenen Rechte ist die wichtigste Voraussetzung, um sich gegen Ausbeutung zur Wehr setzen zu können. Workshops werden auf Arabisch, Dari/Farsi, Paschtu, Somali, Englisch und Deutsch angeboten.

Mehr Information hier: UNDOK Workshop-Angebot

Bei Interesse oder Fragen bitte melden unter: workshops@undok.at

UNDOK kommt zu euch! Am 18. Juni startet UNDOK mit der offenen Beratung auf Tour und ist bei Asyl in Not im WUK zu Gast.
Von 14 bis 17 Uhr informieren wir euch über eure Rechte beim Arbeiten ohne Papiere, lassen euch wissen, wie euch UNDOK unterstützen kann und versorgen euch mit Info-Material.

UNDOK-Flyer und Info-Postkaften auf verschiedenen Sprachen auf einem Tisch verteilt. Zwei Hände, die eine Postkoarte halten.

UNDOK auf Tour: Mit Info-Material in verschiedenen Sprachen

Wann: 18. Juni 14 bis 17 Uhr
Wo: Asyl in Not, Währinger Straße 59/2/1, 1090 Wien (WUK)

UNDOK goes FRIDA – am 21. Mai um 17.30 mit einem Workshop für undokumentiert Arbeitende auf Farsi:

 

حقوق کم یا اصلأ حقوقی دریافت نکرده اید ؟
شما می توانید شکایت کنید .
اسیب دیدگی یا مریضی ؟
شما از حق خدمات درمانی و دریافت حقوق برخوردارید.
تعطیلات نداشته اید ؟
شما میتوانید تقاضا کنید.

ما بصورت رایگان اطلاعات راجع به حقوق کاری تان را در اختیارتان
قرار می دهیم و برای رسیدن به حقوق قانونی تان حمایت تان می کنیم.
(اطلاعات شخصی شما پیش ما محفوظ است)

Am 21. Mai gibt es einen Workshop der UNDOK-Anlaufstelle für undokumentiert Arbeitende auf Farsi: Welche Rechte habe ich, wenn ich undokumentiert arbeite? Wie kann ich meine Rechte einfordern und durchsetzen? Denn undokumentiert Arbeitende haben Rechte!

Wann?
Dienstag, 21. Mai, 17.30 Uhr

Wo?
Planet 10, Pernerstorfergasse 12, 1100 Wien

 

Der Workshop findet im Rahmen der offenen Beratung zu Asyl- und Fremdenrecht von FRIDA statt.

Ab März gibt es den UNDOK-Journaldienst: Wir bieten wieder jeden Montag und Mittwoch im ÖGB regelmäßige Beratungszeiten für undokumentiert Arbeitende an. Nach der Halbierung unserer Fördermittel im Vorjahr ist uns nichts anderes übriggeblieben, als unser Angebot auf völlig neue Beine zu stellen. Während dieser Zeit konnten Beratungen nur nach telefonischer Vereinbarung durchgeführt werden. Nun haben wir unser Angebot neu konzipiert und freuen uns, für einen möglichst einfachen Zugang wieder zweimal in der Woche fixe Beratungszeiten anbieten zu können.

Montag 9-12 Uhr
Mittwoch 15-18 Uhr

NEUER ORT: Lounge / Erdgeschoß, Beratungs-Koje

Beratung nach Vereinbarung:
Telefon: 01 / 534 44-39027
Mail: office@undok.at

ExpertInnen beleuchten verschiedene Aspekte von Ausbeutung in der Baubranche und fordern stärkere Unterstützung

    

Die rund 100 BesucherInnen der Veranstaltung “Sie haben das Land mit aufgebaut” der UNDOK-Anlaufstelle zur gewerkschaftlichen Unterstützung undokumentiert Arbeitender informierten sich Dienstag Abend in der VHS Ottakring über verschiedene Aspekte der undokumentierten Arbeit in der Baubranche.

ExpertInnen berichteten von konkreten Fällen und erläuterten, wie Arbeitsausbeutung zustande kommt, wer davon betroffen ist und welche gewerkschaftlichen wie politischen Möglichkeiten es zur Unterstützung von undokumentiert Arbeitenden sowie des Vorgehens gegen Lohn- und Sozialdumping es gibt.

Muchitsch: „Wir müssen unsere Kräfte bündeln“

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Josef Muchitsch, dem Bundesvorsitzenden der Gewerkschaft Bau-Holz und Vorsitzenden des parlamentarischen Ausschusses für Arbeit und Soziales sowie von Herbert Schweiger, dem Geschäftsführer der Wiener Volkshochschulen. Muchitsch machte darauf aufmerksam, dass gerade die Baubranche übermäßig von Lohn- und Sozialdumping betroffen ist und die Folgen nicht nur österreichische ArbeitnehmerInnen sowie jene aus EU-Ländern betreffen, sondern auch undokumentiert Arbeitende.

„Umso wichtiger ist die Arbeit der UNDOK-Anlaufstelle, die gerade diese eine Gruppe unterstützt, die am stärksten von Ausbeutung betroffen ist“, so Muchitsch. Es braucht eine Bündelung der Kräfte von Gewerkschaften, ArchitektInnen, TechnikerInnen, zivilgesellschaftlichen Initiativen wie Selbstorganisationen, um die Bevölkerung zu sensibilisieren und gemeinsam gegen das Gegeneinander-Ausspielen von ArbeitnehmerInnen vorzugehen, so Muchitsch weiter. Herbert Schweiger wies darauf hin, dass es ein Umdenken in der Gesellschaft, aber auch in den Gewerkschaften braucht. „Diese Gruppe von ArbeitnehmerInnen gehörte bis jetzt zu wenig zur Zielgruppe von Gewerkschaften. Dass sich das ändern muss, zeigen die Erkenntnisse aus der Arbeit der UNDOK-Anlaufstelle“, so Schweiger.

“VerliererInnen sind immer alle ArbeitnehmerInnen“

Marica Guldimann von der UNDOK-Anlaufstelle und Brigitte Schulz, Rechtsschutzsekretärin der Gewerkschaft Bau-Holz, gingen näher auf die gewerkschaftliche Unterstützungsarbeit ein. Guldimann wies darauf hin, dass undokumentierte Arbeit in nahezu allen Branchen stattfindet und dass es der Anlaufstelle vor allem darum geht, betroffene KollegInnen im Sinne ihres Empowerments zu unterstützen. Der Anteil an Frauen, die die Anlaufstelle aufsuchen, ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, ergänzte Guldimann.

Die beiden Betriebsräte Christian Sambs und Dagistan Özdemir sowie Christian Ringseis, Sekretär bei der Gewerkschaft Bau-Holz Wien, berichteten von ihren Erfahrungen auf Baustellen. Sie wiesen darauf hin, wie in der Baubranche durch die Aufträge an Sub- und Subsubunternehmen ein Verdrängungswettbewerb stattfindet und dadurch das Lohnniveau sowie arbeits- und sozialrechtliche Standards nach unten gedrückt werden. Davon wäre insbesondere der Neubausektor betroffen, hier wären viel stärkere Kontrollen und auch Solidarität unter ArbeitnehmerInnen notwendig. „Denn VerliererInnen dabei sind immer alle ArbeitnehmerInnen“, so Sambs, Betriebsratsvorsitzender der Firma HAZET.

Josef Wöss, der Leiter der Abteilung Sozialpolitik bei der Arbeiterkammer Wien, und Philipp Hammer, Grundlagenforscher bei arbeit plus, gingen auf die Folgen aktueller sozialpolitischer Maßnahmen ein und forderten ebenso stärkere Kontrollen im Sinne des Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetzes, um gegen Arbeitsausbeutung und gleichzeitig das Auseinanderdividieren von ArbeitnehmerInnen vorzugehen. „Gerade jenen Behörden, die diese Kontrollen durchführen sollen, werden aber die Ressourcen gekürzt“, so Wöss.

Kevin Fredy Hinterberger, Gastforscher in der ÖAW, und Lisa Bolyos von der Sezonieri-Kampagne für die Rechte von ErntehelferInnen in Österreich sprachen über Möglichkeiten der Regulierung sowie der Selbstorganisierung. Hinterberger berichtete von einem Regularisierungsprogramm der spanischen Regierung, das einer Vielzahl von ausländischen ArbeitnehmerInnen ermöglichte, einen Aufenthaltstitel und einen regulären Zugang zum Arbeitsmarkt zu erhalten. In Österreich wäre der Fokus aber viel stärker auf Integration und Familienleben gelegt, Arbeitsmarktintegration hingegen werde hier von den Behörden sehr ambivalent behandelt. So ist es kaum möglich, außerhalb des Asylverfahrens Bleiberecht in Österreich zu bekommen.

Bolyos erläuterte die Hintergründe der Sezionieri-Kampagne, die vom Arbeitskampf einer Gruppe von LandarbeiterInnen in Tirol inspiriert wurde. Es gebe scheinbar einen stillen Konsens in der Landwirtschaft, sich nicht an die Kollektivverträge zu halten, so Bolyos. Hier braucht es ein stärkeres Entgegentreten von gewerkschaftlicher Seite. Die Sezionieri-Kampagne unterstütze so nicht nur die Selbstorganisierung von LandarbeiterInnen und ErntehelferInnen im Kampf um ihre Rechte, sondern leiste auch Sensibilisierungsarbeit innerhalb der Gewerkschaft.  

“Sie haben das Land mit aufgebaut” zeigte eindrücklich auf, dass Lohn- und Sozialdumping und die Ausbeutung undokumentiert Arbeitender Hand in Hand gehen. Die ExpertInnen wie das Publikum waren sich einig, dass hier ein gemeinsames Vorgehen notwendig ist, dessen Grundlage die Solidarität zwischen allen ArbeitnehmerInnen ist, da alle von den Folgen betroffen seien.

Fotos: Christopher Glanzl/UNDOK-Anlaufstelle

Der „Verband zur gewerkschaftlichen Unterstützung undokumentiert Arbeitender in Österreich“ (UNDOK) sucht eine*n Geschäftsführer*in für 20 Wochenstunden ab 1.2.2019, zunächst befristet bis 31.12.2019. Die Tätigkeit erfolgt in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des Verbands und dem ehrenamtlich tätigen Vorstand.

Stelle als Geschäftsführer*in für den UNDOK-Verband

Arbeitskontext und Arbeitgeber*in

Der UNDOK-Verband hat im März 2014 die Anlaufstelle zur gewerkschaftlichen Unterstützung undokumentiert Arbeitender mit einem kostenlosen, anonymen, mehrsprachigen Beratungs­angebot für Arbeitnehmer*innen ohne Aufenthalts- und/oder Arbeitspapiere eröffnet.

Zum UNDOK-Angebot zählen auch Workshops sowohl für Kolleg*innen ohne freien Arbeits­marktzugang wie auch für Multiplikator*innen. Durch gezielte Lobbyarbeit (Veran­staltungen, Publikationen, Expertisen) wird das Ziel verfolgt, die Situation für Arbeitnehmer*innen ohne freien Arbeitsmarktzugang in individueller wie auch struktureller Hinsicht zu verbessern.

UNDOK ist eine Initiative von mehreren Gewerkschaften, der Arbeiterkammer Wien, der ÖH Bundes­vertretung, von NGOs aus dem fremden- und asylrechtlichen Bereich sowie von selbstorganisierten Migrant*innenorganisationen und basisgewerkschaftlichen Aktivist*innen.

Mit der ausgeschriebenen Stelle für eine Geschäftsführung suchen wir eine*n Mitarbeiter*in zur Übernahme von bislang ehrenamtlich von den Vorstands­mitgliedern ausgeführten Tätigkeiten (Gesamtkoordination der Vereinstätigkeit, Budgetverwaltung und Controlling, Planung und Durchführung von Auftrags­vergaben, Kommunikation mit Mitgliedern und Fördergeber*innen, Erstellung von Förderanträgen, Berichtswesen etc.). Die Geschäftsführung fungiert zudem als Bindeglied zwischen der Zielgruppe und relevanten Beratungsleistungen. Eine enge Zusammen­arbeit mit den Mitgliedern des Verbandes ist hierfür Voraussetzung.

Anforderungen

  • Mehrjährige Erfahrung in Vereins- und/oder Gewerkschaftsarbeit sowie im Umgang mit Fördergeber*innen sowie der Abwicklung von Förderanträgen und -abrechnungen
  • Sehr gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift, gute Englischkenntnisse, weitere Sprachkenntnisse von Vorteil
  • Erfahrung in der Konzeption und Durchführung von Kampagnen
  • Antirassistisches und gewerkschaftliches Selbstverständnis
  • Kenntnis der im Tätigkeitsbereich des Vereins aktiven Szene (Gewerkschaften, NGOs, selbstorganisierte Migrant*innenorganisationen, antirassistische Gruppen) sowie der relevanten Behörden

Aufgabenbereiche

  • Laufende Geschäftsführung (Koordination des Vereinslebens, Vertretung des Vereins nach außen, eigenverantwortliche Budgetverwaltung und Controlling)
  • Eigenständige Erstellung von Förderanträgen und -abrechnungen, Berichtswesen etc.
  • Neukonzeption der Angebotspalette des UNDOK-Verbandes und Bindeglied zwischen Betroffenen der Zielgruppe und extern erbrachten Beratungsleistungen
  • Konzeption von Kampagnen- und Öffentlichkeitsarbeit, deren Koordination und externe Auftragsvergaben
  • Betreuung der Website, Facebook- und Twitter-Account
  • Mitarbeit bei der Verwirklichung der Vereinsziele, Lobbyarbeit etc.

Die Schwerpunktsetzung erfolgt nach Maßgabe der zeitlichen Möglichkeiten im Rahmen der vereinbarten Arbeitszeit und in Absprache mit dem Vorstand.

Arbeitsort und Gehalt

Der Arbeitsort ist Wien. Das Gehalt orientiert sich an der Gehaltstabelle für die Dienst­nehmer*innen des ÖGB (Arbeits- und Bezugsordnung 2003). Den genannten Aufgabenbereichen entsprechend folgt eine Einstufung in Verwendungsgruppe 6. Das Bruttogehalt für 20 Wochen­stunden beträgt beispielsweise bei Stufe 3 (entspricht vier Jahren Vorerfahrung) EUR 1.552 Euro brutto, bei Stufe 6 (entspricht 15 Jahren Vorerfahrung) EUR 1.746 brutto. Einschlägige Vordienstzeiten werden angerechnet. Bei entsprechender Qualifikation ist eine Einstufung in Verwendungsgruppe 7 möglich.

Bewerbung und Auswahlverfahren

Bewerbungsunterlagen (Motivationsschreiben, Lebenslauf) im Umfang von insgesamt maximal drei Seiten bitte bis 28.12.2018, 12 Uhr, an office@undok.at.

Bei gleicher Qualifikation bzw. Erfahrung werden Personen mit Migrationshintergrund und/oder Frauen* bevorzugt.

Bewerbungsgespräche finden am 15. und/oder 17.1.2019 statt.

Weitere Informationen

Eine Aufstockung der Wochenstunden im Rahmen der budgetären Mittel ist möglich.

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